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#3 Eigenliebe: Acht Dinge die Du tun kannst, um Deinen „Eigenliebe-Tank“ zu füllen

In dem heutigen Blogartikel geht es um kleine Geschichten rund um das Thema Eigenliebe: Woran Du merkst, dass Du möglicherweise mehr Eigenliebe gebrauchen könntest und was Du tun kannst, um Deinen „Eigenliebe-Tank“ zu füllen. Viel Spass beim Lesen! Deine Ramona

Vor einigen Jahren habe ich mir einen Coachingtag bei einem erfahrenen Berater gegönnt, mit welchem ich zuvor bereits beruflich zu tun hatte. Ein Jobwechsel stand bevor und ich fand den Zeitpunkt ideal um den vorherigen Job abzuschließen und mich auf meine neuen Aufgaben einzustellen. Für mich war es sehr spannend einmal mit Abstand und einem erfahrenen Coach und Berater meine Stärken und Entwicklungspotentiale nach meinen ersten Berufsjahren neu zu betrachten und die Erwartungen und Wünsche für den neuen beruflichen Abschnitt zu besprechen. 

Meine Übergabe im vorherigen Job war soweit abgeschlossen und innerlich habe ich mich bereits mit meinen neuen Aufgaben befasst und erste Recherche betrieben. Ich war sehr motiviert die neuen Aufgaben anzugehen und teilte meine Ideen und Gedanken mit dem Coach. 

Abschließend gab mir mein Berater eine Empfehlung mit: „Eines möchte ich dir noch mitgeben. Etwas was Dir hilfreich sein wird, auch für deinen Job. Es ist etwas, was du nicht vorbereiten oder recherchieren brauchst… Übe dich in mehr Eigenliebe.“ 

Uff… Mehr Eigenliebe? Das haute mich aus den Socken. Das schien mir sehr persönlich und zeitgleich treffend aber auch irritierend. „Was hat das mit meinem Job zu tun? Woran macht er das fest? Wie kommt er darauf? Und mehr Eigenliebe schön und gut, aber wie mache ich das?“ 

Ein Satz, der diverse Fragen in mir hervorrief und mich für die kommenden Jahre begleiten würde. 

 

Liebe Dich selbst wie Deinen Nächsten – oder wie war das nochmal…?

Ich erinnere mich an meine aktive ehrenamtliche Zeit in einer christlichen Glaubensgemeinschaft. Viel Zeit habe ich in zahlreichen Aktivitäten eingebracht und regelmäßig die Gottesdienste besucht. Eine Frage kam immer wieder in mir auf wenn es um das Thema Nächstenliebe ging. 

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ – aber was ist, wenn man sich selbst gar nicht so sehr liebt? Was, wenn jemand unzufrieden und unglücklich ist, sich selbst nicht liebt – dann bringt es ja auch nichts, wenn man den Nächsten so liebt wie sich selbst? 

Oder wenn man den Nächsten mehr liebt als sich selbst. Und ich denke, da kennt doch jeder bestimmt Beispiele von Menschen, Familienmitgliedern, Freunden, Bekannten oder Arbeitskollegen, die sich selbst aufopfern. Manche allerdings auch bis zur Ermüdung und Selbstaufgabe. 

Ist daher Eigenliebe und Zeit für sich nicht mindestens genauso wichtig wie Nächstenliebe?

 

Wo stehst Du gerade in Sachen Eigenliebe? 

  • Fühlst Du Dich gestresst, unruhig, erschöpft oder gereizt? 
  • Du möchtest immer alles perfekt machen?
  • Du hast das Gefühl, Dich häufig im Sorgenmodus zu befinden? 
  • Du hast das Gefühl, ständig die nächste Katastrophe bereits heraneilen zu sehen?
  • Du tust dir schwer, wenn Du etwas „fertig“ gestellt hast, Dich darüber zu freuen und Dich dafür anzuerkennen? 
  • Du findest wenig Gründe um glücklich oder dankbar zu sein? 
  • Du hast das Gefühl ständig und zu häufig „Danke“ und „Entschuldigung“ zu sagen? 
 

Wenn Du eine oder mehrere Fragen für Dich mit „Ja“ beantwortest könnte es gut sein, dass es Dir gut tun würde, deinen Eigenliebe-Tank aufzufüllen. 🙂

 

8 Dinge die Du tun kannst, um Deinen Eigenliebe-Tank aufzufüllen

  1. Erkenne an, was Du erschaffen hast und übe Dich in Dankbarkeit. Klingt einfach, ist es auch. Setze Dich einmal am Tag hin und überlege Dir, wofür du dankbar bist und wofür du Dich anerkennst. Das können auch ganz scheinbar kleine Dinge sein.
  2. Nimm eine Pause von Bewertungen. Nimm Dir einen Tag bewusst vor, nichts und niemanden zu bewerten und nimm Bewertungen anderer nicht an und schau einmal was passiert. Wie fühlst Du Dich? Es sind die häufig die Bewertungen anderer Menschen, die  ein ungutes Gefühl in uns schaffen, ob gewollt oder ungewollt. Dabei sind es „nur“ Bewertungen, also Einschätzungen anderer Menschen. 
  3. Achte darauf, wie oft und wieviel Du Dich entschuldigst. Ist es wirklich gerechtfertigt? Natürlich ist es wichtig, sich zu entschuldigen – es ist eine Reaktion für das Eingeständnis eines Fehlverhaltens oder als Zeichen der Anteilnahme. Doch häufig entschuldigt man sich viel zu oft, für Dinge, für die man sich nicht entschuldigen müsste und womit man sich möglicherweise abwertet?
  4. Sei verständnisvoll mit Dir selbst. Es ist ok. Hab kein schlechtes Gewissen. Entscheide Dich bewusst dafür, kein Kopfkino laufen zu lassen. Etwas ist blöd gelaufen? Du hättest gern etwas anders gemacht? Es ist ok – und du bist ok.
  5. Tue dir etwas Gutes. Jeden Tag. Koche dir bewusst etwas leckeres, mache einen Spaziergang, eine Runde Sport, Musik oder was auch immer dir gut tut. 
  6. Wenn du in den Spiegel schaust, dann lächle. Du brauchst niemandem zu gefallen – außer dir selbst. 😉
  7. Sei nicht perfekt. Du neigst dazu perfektionistisch zu sein und kannst Dich und andere dadurch auch etwas verrückt machen? Dann probier einmal aus, bewusst einmal nur 80 Prozent zu geben und damit zufrieden zu sein. Und frage Dich im Anschluss – was ist anders? Wie fühlst Du Dich danach?
  8. Schenke Dir selbst die Anerkennung, die Du Dir von anderen wünscht. Gerät man nicht immer wieder in die Falle? Du zerbrichst Dir den Kopf, was denkt wohl jetzt der Chef oder die Chefin, die Freundin oder der Freund, der Kollege oder die Kollegin. Wenn man sein Bestes gibt im Tun und Handeln und sich selbst dafür anerkennt, dann löst Du Dich ein Stück weit davon, anderen gefallen zu wollen und stärkst Dich damit selbst. 
 

Eigenliebe versus Ego – Wo beginnt der Eigennutz?

Doch Achtung, wenn sich jetzt nur noch jeder um sich selbst kümmert, was wird dann aus den anderen? Das kann es sicher auch nicht sein, denn dann wäre unsere Welt voller Eigennutz und Egoismus das gegenteilige Extrem. Entscheidend ist eine gute Balance zu wahren. Dinge, die einem gut tun und die man ganz für sich tut. Und Dinge, die man bewusst für andere tut, um diese zu stärken. 

Lass es Dir gut gehen,

Deine Ramona

 

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